Indien Rundreise
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Delhi

Delhi

ist nach Mumbai (ehemals Bombay) die zweitgrößte Stadt in Indien und ein unabhängiges Hauptstadt-Territorium. Delhi gehört so zu keinem anderen Bundesstaat. Hier wohnen über 15 Millionen Menschen. Immer mehr kommen aus ländlichen Gebieten um der Armut dort zu entfliehen und um hier in der Metropole Delhi ihr Glück zu finden. Daher wächst die Stadt rasant und in den Slums wo sich die Leute vom Land erstmal niederlassen herrscht bitterste Armut.
Delhi ist in 9 Stadtgebiete (Distrikte) aufegeteilt. Dies sind: Zentral- Ost-, Nord-, Nordost-, Nordwest-, Süd-, Südwest-, West- und schließlich Neu-Delhi.


Jama Masjid Moschee in Delhi

Die Jama Masjid Moschee

Ungefähr 1 Kilometer im Südwesten des Roten Forts von Delhi liegt die Freitagsmoschee Jama Masnid. Sie ist die größte Moschee von Indien und auf Ihrem Quadratischen Innenhof mit einer Seitenlänge von an die 90 Metern bietet sie Platz für über 20.000 Muslime.
Ursprünglich hieß sie Masjid-i Jahan-Numa Moschee (die, die Welt reflektierende Moschee). Der heutige Name bezieht sich auf das Freitagsgebet der Muslime. Durch das Nordtor gelangt man zu dem in der Mitte liegenden Reinigungsbrunnen. Der Gang zu diesem ist vor Betreten der Gebetshalle Pflicht.

Die Gebetshalle selber erstreckt sich über eine komplette Breite mit dem Iwan (der große Zentralbogen) und den auf jeder Seite gelegen 5 Arkadenbögen. Am Ende schließen sich 2 40 Meter hohe Minarette an.
Gebaut wurde die Moschee vom 5. Moghulherrscher Shajahan, welcher am 6. Oktober 1650 den Grundstein selber legte. Über 6.000 Handwerker, Architekten und Ingenieure sollen 6 Jahre lang kontinuierlich bis zur Vollendung im Jahr 1656 gearbeitet haben.
Es lohnt sich die Minarette zu besteigen. Es ist zwar sehr anstrengen, man wird aber mit einem atemberaubenden Panaromablick über Delhi belohnt.

Jama Masjid Moschee Innenhof
Innenhof Freitagsmoschee Delhi
Nordtor, Jama Masjid Moschee
Reinigungsbecken vor der Jama Masjid Moschee in Delhi


Der Besuch der Freitagsmoschee Jama Masjid unterliegt strengen Regularien:

Die Schuhe müssen vor der Moschee ausgezogen werden.
Es ist verboten die Mochee mit ärmellosen Shirts oder mit Shorts zu betreten.
Das Rauchen und Abspielen von Musik ist strengstens untersagt.
Nicht-Muslime können die Moschee von morgens 8 Uhr bis eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang besuchen.

Der Eintritt ist frei jedoch muss für alle Fotoaparate und Mobilphone-Kameras eine Gebühr bezahlt werden.
Für professionelle Videokameras muss bei der Moscheeverwaltung eine gesonderte Genehmigung eingeholt werden.


Reinigungsbrunnen und Nordtor der Jama Masjid Moschee
Kristallleuchter in der Jama Masjid Moschee
Rajghat Gedenkstätte in Delhi

Rajghat

Diese Gedenkstätte liegt 2 Kilometer südlich des Roten Forts und ist eine Parklandschaft am Fluss Yamuna.
Der große indische Politiker und Freiheitskämpfer wurde hier bevor seine Asche am heiligen Fluss Ganges verstreut wurde 1948 eingeäschert.
An dieser Stelle steht heute eine schwarze Marmorplatte mit einem "ewig brennenden Licht" auf der die letzten Worte von Mahatma Gandhi eingraviert sind. Er Ram zu deutsch Oh Gott. Jeden Freitag findet hier eine kleine Gedenkfeier statt.

Auch weiteren wichtigen Politikern Indiens wie:
Premierminister Nehru,
Lal Bahadur Shastri,
Indira Gandhi,
Chandra Shekhar und
Devi Lal
wird in dieser schlichten und ohne Monumente ausgestatteten Gartenanlage gedacht.

Skizze Rajghat in Delhi


Das politische und soziale Testament von Mahatma Gandhi


befindet sich auf einigen Marmortafeln in der Gedenkstätte Rajghat.

Unter anderem die sieben sozialen Sünden:
- Politik ohne Prinzipien
- Reichtum ohne Arbeit
- Vergnügen ohne Gewissen
- Wissen ohne Charakter
- Handel ohne Moral
- Wissenschaft ohne Menschlichkeit
- Anbetung ohne Aufopferung


Vielleicht würde es uns allen besser gehen, wenn sich diese Prinzipen auf den Schreibtischen führender Politiker, kirchlicher Würdenträgern und Managern
von international agierenden Witschaftsunternehmen sichtbar befinden würden.

Testament von Mahatma Gandhi
Bahai Lotustempel in Delhi


Der Bahai - Tempel in Form einer Lotusblüte


ist eine eindrucksvolle Tempelanlage des Architecten Farburz Sahba. Die Grundsteinlegung erfolgte am 21.041980 und wurde am 24.12.1986 vollendet.
Die Dachkonstuktion besteht aus 27 Blütenblätter und hat eine Höhe von 34,27 Metern.
Die Blütenblätter der Lotustempels bestehen aus nur 13 cm dickem Beton. Auf der Außenseite sind sie mit weißem Marmor aus Griechenland verkleidet.
Der Gesamtdurchmesser der Anlage beträgt 70 Meter und im Inneren ist Platz für 1.300 Menschen.
Das Geld zum Bau des Gotteshaus wurde durch freiwillige Spenden der Baha´i - Religionsgemeinschaft aus Indien und der ganzen Welt zusammengetragen.
Das Design des Hauses der Anbetung wird vom Lotus inspiriert. Diese schöne Blume ist das Symbol der Reinheit, welches untrennbar mit Anbetung und Religion in Indien verbunden ist. Der Tempel wird von neun großen Pools mit Wasser umgeben. Diese dienen nicht nur zur Verschönerung des Gebäudes, sondern spielen auch eine wichtige Rolle im Kühlsystem der Gebetshalle.
Neben dem eigentlichen Tempel befinden sich in einem Nebengebäude Büros, Konferenzräume, Bibliothek und ein Raum für audio-visuellen Vorführungen.

Eingang zum Bahai Tempel in Delhi
Das Innere vom Bahai Tempel


Die Baha´i - Religionsgemeinschaft

Die Bahai verstehen sich als eine Universalreligion mit einem tranzendenten Schöpfer und Gott.
Die drei zentralen Figuren des Bahai-Glaubens sind der Perser Mirza Husain (Das Tor Gottes 1819-1850), Baha U llah (Die Herrlichkeit Gottes 1817-1892) und Abdul l Baha (Der Diener Gottes 1844-1921).

Die Prinzipien der Bahai sind:
- Die Einheit der Menschheit.
- Die unabhängige Untersuchung der Wahrheit.
- Das gemeinsame Fundament aller Religionen.
- Die Harmonie von Wissenschaft und Religion.
- Die Gleichberechtigung von Mann und Frau.
- Den Abbauen von Vorurteilen jeglicher Art
- Die allgemeine Schulpficht, Recht auf Bildung für jedemann.
- Der universelle Frieden


"Man soll mit Stolz nicht sein eigenes Land lieben sondern die ganze Welt.
Die Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bürger."
Baha U llah

Mehr zur Bahia Religionsgemeinschaft
hier.


Qutb Komplex Delhi


Der Qutb Minar Komplex

14 Kilometer südlich des Stadtkerns von Neu-Delhi befindet sich die älteste Spur islamischer Eroberungen in Nordindien. Seit 1993 gehört diese Anlage zum Weltkulturerbe der UNSESCO und ist eines der schönsten Beispiele für die indisch-islamischen Architektur.

Die Quwwat-ul-Islam Moschee (das heißt: Macht des Islam Moschee) ist das älteste islamische Gebäude in Indien. Erbaut wurde sie aus den Steinen durch Feldzüge zerstörter Tempel der Jain und Hindus.

Herrausragender Teil des Qutb Minar Komplexes ist die fast 73 Meter hohe Siegessäule. Aus Marmor und rotem Sandstein gebaut und afghanischen Minaretten nachempfunden ist sie der wahrscheinlich höchste freistehende Turm aus Stein auf der Welt.
Möchte man an die Spitze gelangen gilt es 379 Stufen nach oben zu erklimmen.

Durch Durchmesser am Boden beträgt fast 15 Meter und verjüngt sich bis zur Spitze auf ungefähr 3 Meter
.

Grundrisskarte Qutb Minar Komplex in Delhi
Iltutmish Grab in Qutb Minar
Arkaden in Qutb Minar


Weitere Sehenswürdigkeiten des Qutb Minar Komplex

Die eiseren Säule (auch Säule von Kuttub genannt)
ist wohl das älteste Monument auf dem Qutb Minar Komplex. Sie wurde entsprechend einer Inschrift, die in Sanskrit gehalten ist von Chandragupta dem zweiten in seiner Regentschaft von 375-431 nach Christi erstellt.
Wahrscheinlich stammt sie aus der Guptazeit und war einmal mit einer Garuda-Figur gekrönt. Das kann bedeuten hindeuten, daß diese eiseren Säule vormals in einem Vishnu gweihtem Tempel stand. Die Inschrift gibt aber keine weiteren Informationen her.
Die Stele ist ca. 7 Meter hoch und hat ein Gewicht von annähernd 6 Tonnen. Das besondere an ihr ist der hohe Gehalt an Eisen. Es sollen 98% sein. Dies ist für die damalige Zeit äußerst ungewöhnlich.
Einem alten Mythos nach, soll wem es gelingt mit dem Rücken zur Säule stehend die Arme um sie zu schlingen ewige Glück beschert werden. Dies kann man heute leider nicht mehr ausprobieren, da die Verwaltung einen Zaun um die eiserne Stele gebaut hat.

Alai Minar
Dieses unvollendete Steinmonument wurde von Alauddin Khilji konzipiert und sollte mal doppelt so hoch werden wie die Siegessäule. Nach Fertigstellung der fast 25 Meter hohen ersten Etage starb der Herrscher und kein Nachfolger wollte das ehrgeizige Projekt weiter führen. Heute steht dieses eignentümliche, das wie eine umgedrehte kaputte Teetasse aussieht etwas abseits der Hauptattraktionen des Qutb Minar Komplex.

Das Grab des Iltutmish
Er war die zweite Sultan von Delhi. Der aus weißem Marmor gefertigte Kenotaph steht in einer mit kunstvoll verzierten Innenwänden extra errichteten Kammer, in welcher sich eine eigene Gebetsnische befindet. Es wurde um 1230 von ihm selber erbaut.

Das Grab von Imam Zamin
Dieses steht neben dem Eingangstor dem Alai Darwaza, Entsprechend einer Inschrift war er ein heiliger Mann aus Turkestan, der ca. 1500 nach Christi nach Indien kam. Nach seinem Tod 1539 wurde er hier zu Grabe getragen. Diese Grabstätte ist sehr schön auf einem 8-eckigen Sockel stehend mit einer aufwenig gestalteten Kuppel versehen.


Alai Minar Monument
Islamisches Monument Qutb Minar
Säulen am Siegesturm von Qutb Minar

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