Indien Rundreise
Rundreise durch Indien
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Jaisalmer

Jaisalmer Fort am Rande der Wüste Thar


Jaisalmer, nahe der Grenze zu Pakistan, der Felsen Jaisals, ist der westlichste Punkt unserer Rundreise durch Indien.

Schon von weitem zeichnet sich das Fort aus der gleisenden Wüstenlandschaft gegen den Horizont ab. Die Stadt erhielt ihren Namen, die goldene Stadt, aus ihrer Bausubstanz, dem gelbbraunen Sandstein. Verstärkt wird dieser Eindruck um so mehr wenn die Gebäude sich vor einem strahlend azurblauen Himmel präsentieren können.
Die mit 65.000 Einwohmern für indische Verhältnisse eher kleine Stadt, wurde von Rawal Jaisal 1156 gegründet. Zunächst war das Zentrum seines Reiches in Luderwa 16 Kilometer nordöstliche gelegen. Nachdem die Stadt von afghanischen Eroberern zerstört wurde baute er hier auf dem 80 Meter hohen Trikuta-Berg seine neue Festung.

An der Handelsroute nach Arabien und Ägypten gelegen boten vorbeiziehende Karawanen ein begehrtes Ziel für Überfälle. Durch die isolierte Lage blieb Jaisalmer lange unberührt. Erst im 14. Jahrhundert plante der Sultan Ala-ud-din Khilji eine Rachefeldzug gegen die Karawanenräuber, die auch seine Waren gestohlen hatten, und eroberte die Stadt.
Erst unter der Mogulherrschaft vom 16. - 18. Jahrhundert wuchs Jaisalmer zu einer friedlichen und durch Handel zu Wohlstand gekommenen Stadt heran.

Die Mauern von Fort Jaisalmer und dem Palst Raj Mahal
Im Haupthof des Palastes Raj Mahal
Blick vom Raj Mahal auf die Stadt Jaisalmer
Balkon im Innenhof des Forts von Jaisalmer mit Blick auf die Stadt


Jaisalmer Fort ist auch als Sonar Quila oder Goldenes Fort bekannt.

Der gesamte Wohnbereich des alten Jaisalmer befindet sich innerhalb der Stadtmauern und ist durch die Festung geschützt. Innerhalb dieser Festung enstanden Wohnhäusern Paläste und alten Jain-Tempel. Mit dem Bau im 12. Jahrhundert ist Jaisalmer die zweitälteste Stadt in Rajasthan.
Auch heute noch lebt ein Viertel der Bevölkerung innerhalb der Mauern des Forts. Da die Festung über keinerlei Abwassersystem verfügt bleibt bis heute ein großes Problem ungelöst. Sickerwasser dringt in die Fundamente des Forts ein und es befinden sich bereits Risse in den Festungsmauern.

Betritt man das Fort von Jaisalmer durch die 3 Festungstore erwartet einen als erstes ein Platz, auf dem sich zahlreiche Souvenirbuden und Restaurants niedergelassen haben. Eine Vielzahl von Einheimischen und Touristen bahnen sich hier ihren Weg durch ein unübersehbares Getümmel.
In der Palastanlage selber findet man im Gegensatz zu anderen Festungen in Rasjasthan nicht dieses Ausmaß von Reichtum und Pomp. Hier ging es eher bescheiden zu. Weder große Audienzsäle noch reich verzierte Privatgemächer wird man hier finden.
Besonders sehenswert ist das archäologische Museum mit seinen gut erhaltenen Figuren von Hindu-Gottheiten.


Thronsal im der Festung von Jaisalmer
Schlafzimmer in der Festung von Jaisalmer
Wertvolle Figuren von Hindugottheiten befinden sich im Museum des Festung Jasalmer
Figuren von Hindugottheiten sind im Museum zu bestaunen
Die Jain Tempel von Jaisalmer


Die Jain Tempel von Jaisalmer

Im Labyrinth der engen Gassen und kleinen Plätzen im Fort Jaisalmer befinden sich 7 mit einander durch Koridore verbundene Jain-Tempel. Leider ist für Touristen an jedem Tag nur einer zu Besichtigung freigegeben und nur bis 12.00 Mittags geöffnet.
     
Die größte und schönste ist der Paraswanatha Tempel Andere sind der Chandraprabhu Tempel, der Rikhabdev Tempel, der Shitalnath Tempel, der Kunthunath Tempel und der Shantinath Tempel.

Beeindruckend sind die kunstvollen Reliefarbeiten und die außergewöhnlich Architektur, welche an den großen Tempel in Ranakpur erinnern. Erbaut wurden sie vom 12 bis zum 15. Jahrhundert.

Die Kette der Jain Tempel von Jaisalmer sind für ihre Archtektur im Dilwara Stil weltberühmt. Die Figuren im Inneren sind meist den Göttern Rikhabdevji und Sambhavnathji  gewidmet.
Schon der erste Eindruck beim Betreten dieser Tempel ist von Aura unendlicher heiliger Stille geprägt. Man ist nur fassungslos und staunt.

Im Inneren der Jain Tempel von Jaisalmer
Hinter den Gittern befiinden sich Götterfiguren der Jain Religion
Figuren von Tieren und Menschen schmücken das Innere der Jain Tempel
Götterfiguren an den Wänder der Jain Tempel
Einmalige Figurenpracht in den Jain Tempel von Jaisalmer
Reich verzierte Säulen in dem Labyrinth der Gänge innerhalb der Jain Tempel von Jaisalmer
Einzigartige Reliefs und Figuren innerhalb der Jain Tempel
In den engen Gängen der Jain Tempel befinden sich kunstvolle Reliefs an Decken und Wänden


Die Paraswanath Tempel ist mit seinen aufwendigen Abbildungen von Tieren und Menschen der ältetse und schönste.

In seiner Kuppel befindet sich eine aufwendig gestaltete Vase, die einen Lotus enthält. Unterhalb des Tempels befindet sich eine angeschlossene Bibliothek, die Gyan Bhandar. Eine Schatzkammer von historischen Texten und heiligen Schriften über die Legenden und Geschichten der Jain und ihrer Tempel.
Der Tempel wurde im Jahr 1152 zerstört und 1615 von Seth Tharu Shah wieder aufgebaut und erweitert. Die Kuppeln zeigen eine üppige Ausgestaltung mit Figuren von Tänzerinnen und Musikanten.
Ein besonderes Augenmerk verdient noch eine lange Reihe von 52 Schreinen mit Abbildungen der Jinas.


Reich verzierte Aussenfront der Jaim Tempel von Jaisalmer
Shantinatha Tempel in Jaisalmer
Abbildungen von Janis im in den Tempeln von Jaisalmer
Das Patwon-ki-Havali in Jaisalmer


Mit die schönsten Sehenswürdigkeiten von Jaisalmer sind die aufwendig gestalteten Häuser, die Havalis, der vermögenden Kaufmannsfamilien.

An den gut frequentierten Handelsstraßen nach Arabien und dem vorderen Orient gelegen haben Kaufleute hier ein Vermögen machen können.

Von außen gelangt man meist nur durch schmale Tüten oder Tore ins Innere. Dort aber findet man wahre Meisterwerke der Architektur und der Kunst. Durch kunstvoll gearbeitete Steingitter fällt das Licht diffus in Innere. Dächer im bengalischen Stil sowie bis ins Feinste ausgearbeitete kunstvoll geschmückte Balkons und Fassaden sind zu bewundern.

Die Havelis werden auch Herrenhäuser der Brokat-Kaufleute genannt. Dieser Name beruht auf der Tatsache, dass die reichen Familien Gold und Silber in ihre Kleidung sticken ließen.

Allerdings soll auch nicht verschwiegen werden, dass ein großteil des Vermögens mit Schmuggel-, Geld-, und Opiumgeschäften gemacht worden ist.

Reichlich verzierter Empfangsraum im Patwon-ki-Haveli
Wohnzimmer im Patwon-ki-Haveli
Deckenverzierung im Patwon-ki-Haveli
Wohnzimmer im Patwon-ki-Haveli von Jaisalmer
Balkone und Übergänge im Patwon-ki-Haveli, Jaisalmer
Sammlung von astronomischen Messgeräten im Patwon-ki-Haveli


Das größte und schönste Haveli in Jaisalmer ist das Patwon-Ki-Haveli.


Dies steht in einer schmalen Gasse und besteht aus einer Gruppe von Wohnungen, die über 5 Stockwerke verteilt sind. In einem Teil des Gebäudes befindet sich die Abteilung für Archäologie und Museum.
Der erste Bauabschnitt wurde 1805 von Guman Chand Patwa in Auftrag gegeben. Dieser wurde sehr protzig und pompös gestaltet. Er war ein sehr reicher Mann und renomierter Händler seiner Zeit. Er konnte es sich sogar leisten, einen weiteren Auftrag zum Bau von separaten Wohnungen für jeden seiner 5 Söhne zu vergeben. Diese Anbauten wurden in einer Zeitspanne von 50 Jahren abgeschlossen.

Weitere sehenswerte Havelis in Jaisalmer sind das Nathmal-ki-Haveli, Wohnsitz des ehemaligen Premierministers Matha Nathmal, und das etwas unterhalb des Forts gelegen Salim-Singh-Haveli mit seinen aufwendigen Blumen- und Tiermotiven. Es ist stummes Zeugnis der prachtvollen Vergangenheit von Jaisalmer. Mit seinem atemberaubenden blauen Kuppeldach glänzt es mit exquisiten Steinmetzarbeiten, Bildfenster und exotischen Wandmalereien. Mit seiner unverwechselbaren Architektur verfügt es über 38 Balkone mit unterschiedlichen Designs.


Gadisar See in Jaisalmer


Der  Gadisar See war früher die einzige Wasserquelle für die Satdt Jaisalmer.

Der künstlicher Stausee wurde von Raja Rawal Jaisal, dem erste Herrscher von Jaisalmer in Auftrag gegeben. Später wurde er von Maharaja Garisisar Singh umgebaut und erweitert.
Seit 1993 ist die Stadt an die Wasserversorgung aus dem Indira Gandhi Kanal angebunden.

Kunstvoll geschnitzten Chattris, Tempel, Schreine und Ghats umgeben das Ufer.
Von der Altstadt kommend Richtung südosten geht es leicht bergab, und man kommt durch den prächtige und kunstvoll geschnitzte aus gelben Sandstein gefertigten Hauptzugang ,dem Tilon-Ki-Pol, zum Seeufer.

Auch Einheimische kommen gern an den Gadisar See um hier für ein paar Minuten Erholung vom Alltag und Abkühlung von der Hitze zu bekommen.
Familien mit Kindern finden auch großen Spass daran die hier reichlich vorkommenden Fische zu füttern.

 Ghat am Gadisar See von Jaisalmer
Gadisar See Jaisalmer
Chattris am Ufer des Gadisar Sees in Jaisalmer
Teliator Tor zum Gadisar See in Jaisalmer
Kenotaphen von Bada Bagh bei Jaisalmer


Die Kenotaphen von Bada Bagh sind der passende Ort um den Sonnenuntergang über Jaisalmer zu genießen.

Bada Bagh heißt eigentlich großer Garten und ist eine Oase 6 Kilomter nördlich von Jaisalmer gelegen. In dieser fruchtbaren Gegend werden Obst und Gemüse für die Versorgung der Stadt angebaut.

Von touristischem Interesse sind jedoch die oberhalb gelegen Kenotaphen der ehemaligen Herrscher von Jaisalmer.
Jedes Ehrenmal besitzt geschnitzte Bilder der Herrscher und ihren Familien sowie eine Tafel der Datum des Todes.

Diese Cenotaphs auch als Chattris genannt wurden von den verschiedenen Bhatti Herrscher gebaut. Hier wurde ein Ehrenmal für jeden einzelnen Herrscher errichtet. Das älteste ist das von Maharawal Jait Singh aus dem Jahr 1513. Beendet wurde diese Tradition als im Jahre 1947 ein Prinz an einer mysteriösen Krankheit starb. Dies galt als ein schlechtes Vorzeichen und das Ritual fand sein Ende.

Kenotaphen von Bada Bagh Jaisalmer
Bada Bagh Ehrenmal
Ehrenmal für eine Herrscherfamilie in Bada Bagh
Kuppel über einem Kenptaph von Bada Bagh
Kenotaphen Bada Bagh Jaisalmer
Kamelsafari in der Wüste Thar


Jaisalmer die Stadt an der Wüste Thar nahe der Grenze zu Pakistan lädt natürlich zu einer Kamelsafari ein um den Sonnenuntergang in der Wüste auf das romantischste zu erleben.

Wenn schon Wüste - dann bitte auch eine Kamelsafari.

Kamelsafaris werden von unzähligen Veranstaltern von Jaisalmer aus angeboten. Von einem halbstündiger Ritt in den Sonnenuntergang bis zu einer tagelangen Exkursion.
Hier wird alles angeboten. Unterkünfte gibt es mit den Merkmalen heruntergekommen bis zu exquisit.

Die Besitzer der Kamele machen auf jeden Fall das beste Geschäft. Die Kameltreiber, die mit den Touristen in die Wüste marschieren sind oft Jugendliche die hier die schmale Haushaltskasse ihrer Familien etwas aufzubessern versuchen.
Bezahlt werden sie von den Agenturen meist sehr schlecht, und sind dadurch auf die Trinkgelder der Reisenden angewiesen.

Kameltreiber in der Wüste Thar bei Jaisalmer
Dünen der Wüste Thar Jaisalmer
Sonnenuntergang in der Wüste Thar bei Jaisalmer

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