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Khajuraho

Khajuraho Tempelgruppe West

Die Tempelanlage von Khajuraho

ist Indiens einzigartiges Geschenk an die Welt und ein Lobgesang auf das Leben, die Liebe und die Freude, perfekt in der Ausführung und erhaben im Ausdruck. Leben in jeder Form und Stimmung wurde hier in Stein gefangen. Dies bezeugt nicht nur die handwerkliche Kunstfertigkeit, sondern auch auf die außerordentliche Weitsicht der Chandalla Rajputen, unter dessen Herrschaft die Tempel konzipiert und gebaut wurden.

Die Khajuraho Tempel wurden in einer sehr kurzen Zeitspanne von nur 100 Jahren gebaut. Von 950-1050 n. Chr. in einem wirklich inspiriertem Ausbruch von Kreativität. Von den 85 ursprünglichen Tempel sind nur noch 22 erhalten. Diese gehören jedoch zweifellos zu einem der weltweit größten künstlerischen Wunder.
Die Erbauer von Khajuraho behaupteten vom Mond abzustammen und die Legende auf welche die Gründung dieser großen Dynastie beruht ist überaus faszinierend.
Hemwati, die schöne junge Tochter eines Brahmanen Priester, wurde von einer Mondgottheit verführt als sie beim Baden in einem Waldsee war. Das Kind, das aus dieser Zusammenkunft geboren wurde war Chandravarman, der spätere Gründer der Chandella Dynastie. Von seiner Mutter wurde er in die Wälder gebracht, da sie um sein Leben fürchtete
.

Vahara Tempel in Khajuraho
Kandariya_Mahadeva Tempel Khajuraho
Nandi Tempel Khajuraho
Reliefs an den Tempeln von Khajuraho


Chandravarman, als er schon ein Herrscher war, hatte in einem Traum Besuch von seiner Mutter. Es wird gesagt, sie flehte ihn an Tempel zu bauen, die die menschlichen Leidenschaften offenbaren sollten.

Dabei sollten sie zu der Erkenntnis der Leere des menschlichen Verlangens erlangen. Es ist möglich, dass die Candellas Anhänger des tantrischen Kultes waren, was bedeutet, dass Befriedigung irdischen Begierden ein Schritt zur Erreichung der unendlichen Befreiung und des Einzugs in das Nirvana dienen.

Warum gerade Khajuraho, selbst nur ein kleines Dorf, als Ort für den Bau dieses riesigen Komplexes gewählt wurde ist offen für Spekulationen.

Eine Theorie besagt, dass angesichts des eklektischen Charakters ihres Glaubens die Chandella so viele Überzeugungen wie möglich in den Tempeln darstellen wollten. Die Chandellas haben Khajuraho als Heimat für viele Religionen konzipiert, um sie im lernen und beten zusammen zu bringen.
Nach dem Niedergang der Chandella Dynastie waren die Tempel für viele Jahrhunderte vergessen. Sie waren bedeckt von der frei wuchernden Vegetation und Opfer der Verwüstungen durch Wind und Wetter. Dies hatte aber auch den Vorteil, das der Tempelkomplex von Khajuraho der wilden Zerstörungswut muslimischer Eroberer nicht zum Opfer fiel.
Wiederentdeckt wurde er im frühen 20. Jahrhundert. Er wurde restauriert und in eine Gartenanlage eingebettet, sodass die Tempel von Khajuraho heute wieder den Ruhm ihrer Vergangenheit bezeugen können.

Architektonisch sind die Tempel von Khajuraho einzigartig und ganz anders als die üblichen Tempeln dieser Periode.
Jeder steht auf einem hohen Mauerwerk  mit einem deutlichen Aufwärtsrichtung in den Strukturen. Durch diese vertikale Projektion wird der Effekt von Grazie und Leichtigkeit erreicht. Jede der Hauptkammern besitzt ein eigenes Dach. Dabei ist die höchste Kammer  in der Mitte, die niedrigste am Eingang und der Säulenhalle. Die gesamte Architektur ist eine phantasievolle Nachbildung der aufsteigenden Gipfeln des Himalayas als Wohnstatt der Götter.
Die drei wichtigsten Räume sind der Eingang (Arda.Mandapa), die Aula (Mandapa) und das Allerheiligste (Garba Griha).

Der Tempelkomplex von Khajuraho unterteilt sich in drei Gruppen.

Die Westlicher Gruppe beherbergt die wichtigsten und schönsten Tempel des ganzen Komplexes. Dies sind reine HIndutempel und wurden zwischen 950 und 1050 n. Chr. erbaut.

Die östliche Gruppe besteht aus Jain-Tempel, die eng beinanderliegend sich direkt an der kleinen Stadt Khajuraho befinden.
Auch diese Tempel wurden zwischen 950 und 1050 n. Chr. erbaut.

Die südliche Gruppe sind einzelne Hindu-Tempelbauten die sich etwas verstreut in 1 bis 3 Kilometer Entfernung befinden.
Hier sind die jüngsten und ältesten Tempelbauten zu sehen. Errichtet wurden Sie zwischen ca. 870 und 1150.



Lageskizze Khajuraho Tempel - Westliche Gruppe



Die westliche Tempelgruppe von Khajuraho.

Alle Tempel dieser Gruppe kann man wunderschön und nacheinander in dieser aufwendig gestalteten und gepgflegten Gartenanlage zu Fuß besichtigen.
- Vishvanata-Tempel mit Nandi-Schrein
- Parvati-Schrein
- Chitragupta-Tempel
- Jagadambi-Tempel
- Mahadeva-Tempel
- Kandariya-Mahadeva-Tempel
- Matangeswara-Tempel
- Lakshmana-Tempel
- Varaha-Tempel

Der Eintritt ist kostenpflichtig und man sollte sich für die Besichtigung dieser einmaligen Tempelanlage genug Zeit nehmen.

Jagadambi Tempel in Khajuraho
Chitragupta Tempel in Khajuraho
Chitragupta Tempel von Khajuraho
 Kandariya-Mahadeva Tempel in Khajuraho


Der größte Tempel der westlichen Tempelgruppe ist der Kandariya-Mahadeva-Tempel.
Er hat eine Höhe von 31 Metern und die enorme Anzahl von über 800 Figuren zieren die äußeren und inneren Wände. Geweiht ist er dem Gott Shiva. Unzählige Inkarnationen der 3 hinduistischen Hauptgötter Brahma, Vishnu und Shiva haben die Archtekten und Bildhauer beim Bau dieses Tempels Inspiriert.
Der  Kandariya-Mahadeva -Tempel ist typisch für die Tempel von Khajuraho. Es erhebt sich 31 Meter hoch. Shiva geweiht und im Allerheiligsten befindet sich ein ein Lingam. Der wichtigsten Schrein ist exquisit geschnitzt und hat feinen Details, Götter, Göttinnen, himmlischen Jungfrauen und Liebhaber. Besonders bemerkenswert istb der Eingangsbogen. Die Decken und Säulen der Innenräume zieren Rosetten aus Granit. Über dem Tanz- und Versammlungssaal, Im Zentrum, dem Allerheiligsten befindet sich noch heute das Zeichen Shivas.

Der Lakshmana-Tempel ist dem Gott Vishnu geweiht. An den Außenwänden werden mit schönsten Skulpturen Geschichten von hinduistischen Göttern und den Menschen dargestellt. So zum Beispiel Ganesha, dem elefantenköpfigen Gott ist hier besonders schön dargestellt. Er ist für alles mögliche zuständig, ob Glück in der Familie, auf der Reise oder sogar beim Kauf oder Bau eines Hauses. Am Fundament sind so auch Elefanten dargestellt, die das Gewicht des Tempels zu tragen haben.
Besondere Aufmerksam verdient ein Fries an der Terasse des Lakshmana-Tempels. Hier wird in einer nicht enden wollenden Abfolge das komplette Leben in der indischen Gesellschaft während der Chandella-Dynastie dargestellt. So zum Beispiel eine Hochzeitszeremonie, ein Fest mit zahlreichen Musikern, einem Guru, umringt von seinen ihm lauschenden Anhänger und immer wieder Elefanten und militärische Aufmärsche.

Der Chitragupta Tempel ist nach Osten zur aufgehenden Sonne ausgerichtet.
Der Tempel ist demSonnengottes Surya gewidmet. Das Bild der Gottheit im innere Heiligtum ist besonders imposant. Fünf Meter hoch und Pferde mit Wagen antreibend. Einzelne Figurengruppen zeigen königlichen Prozessionen, Jagdszenen und Tänzerinnen. HIer wird der überaus verschwenderischen Lebensstil des Chandella-Hofstaates gezeigt.

Der Vishwanath Tempel
Eine dreiköpfige Bild von Brahma ist in diesem Tempel verankert. Der Eingang ist ebenso beeindruckend. Zwei Löwen flankieren die nördlichen Seite und führen zu einem Nandi Stier Schrein.

Der Matengeswara Tempel
Er ist ein noch heute lebendiger Tempel und dem Gott Shiva geweiht. Hier befindet  sich ein acht Meter hoher Lingam. Der Tempel selber befindet sich etwas außerhalb der westlichen Tempelgruppe.

Der Chausath Yogini Tempel ist dereinzige Granit Tempel und das früheste überlieferten Heiligtum der Gruppe (900 n. Chr.).
Es wurde der Göttin Kali gewidmet. Nur 35 der ursprünglichen 65 Schreine sind erhalten geblieben. Ein weiterer Kali-Tempel (ursprünglich Vishnu geweiht) ist der Devi Jagdambe Tempel.



Lakshmana-Tempel Khajuraho
Mahadeva Tempel in Khajuraho
Adinatha Tempel in Khajuraho


Die östliche Tempelgruppe von Khajuraho

ist nicht ganz so spektakulär wie die westliche bietet aber mit sein Jain-Tempel-Gruppe bietet aber in ihrem Innere herrliche Tempelfiguren, die man so in der westlichen Gruppe nicht findet. Genaugenommen sind es 2 Gruppen. die eng beieinanderliegenden Jain-Tempel sind von einer gemeinsamen Mauer umfriedet. Die anderen liegen um den kleinen Ort Khajuraho herum.

Die wichtigsten Tempel sind:
- Vamana Tempel
- Javari-Tempel
- Brahma-Tempel
- Ghantai-Tempel
- Adinatha-Tempel
- Parshvanatha-Tempel
- Shintinatha Tempel

Parshvanatha-Tempel in Khajuraho
Parshvanatha-Tempel von Khajuraho
Der Adinatha-Tempel von Khajuraho
Adinatha-Tempel von Khajuraho Ost


Der Parsvanath-Tempel ist er größte der Jain-Tempel der östlichen Tempelgruppe.
Er ist bei weitem nicht so groß wie die Tempel der westliche Gruppe, besitzt aber durch die überaus exakten Reliefarbeiten und zahlreiche Darstellungen des Gottes Vishnu einen hohen künstlerischen Wert. Ebenfalls sind hier die schönsten Abbildungen von himmlischen Nymphen zu sehen.
Er ist ein typischer Sandhara Tempel, mit um seinem Chorumgang. Obwohl es ein Sandhara Tempel obwohl die Balkonen und Fenster des charakteristisch Stils für die Khajuraho Tempel fehlen.
Die Außenwände geben nur durch perforierte Fenstern Licht ins Innere. Der Tempel wurde zwischen  950 und 970 n. Chr. in der Zeit von König Dhangadeva gebaut.
Es ist noch unklar, warum ein Jain-Tempel Bilder von Krishna, Rama, Balrama, Vishnu, Brahma und Shiva auf den Außenwände abbildet

Der Adinatha-Tempel liegt unmittelbar neben dem Parshvanath-Tempel.
Durch das Jain-Abbild im inneren des HeiligtumsHeiligtum erkennt man, dass es sich hierbei nicht um einen Hindu-Tempel handelt.
Besondere Beachtung verdient eine über 4 Meter hohe Adinatha-Skulptur, die um 1030 n. Chr. erschaffen wurde und in einem überaus guten Zustand ist.
Dieser Tempel besteht aus ein Vorraum und einem Heiligtum. Auf seinem Turm sind Ornamente im Chaitya-Stil zu finden. Der Türsturz zeigt die sechzehn Glückssymbole, von denen Jinas Mutter zum Zeitpunkt der Empfängnis geträumt hat.

Der Shintinatha Tempel am Eingang der Gruppe gelegen ist der wichtigste Jain Tempel in Khajuraho.
Dieser Tempelkomplex, mit vielen kleinen Schreinen, besteht aus Komponenten der älteren Tempel und Skulpturen von 1027 und früher. Das wichtigsten Heiligtum ist der stehenden über 4 Meter große Shantinatha mit einer Widmung, die  von 1027 n. Chr. datiert wurde.
Eine interessante aus dem 12. Jahrhundert stammende Skulptur liegt am Eingang zum Heiligtum. Es ist eine wunderbare Skulptur eines tanzenden Yaksha Paares. Sehenswert ist auch das Archtektur-Museum befindet sich auf dem Gelände der Jain Tempel-Gruppe.


Relief im Parshvanatah-Tempel in Khajuraho
Shantinatha-Tempel Khajuraho
Shantinatha-Tempel Khajuraho
Shantinatha Tempel von Khajuraho
Relief Pashvanatha Tempel Khajuraho


Die Tempel von Khajuraho sind in ihrem Aufbau dem menschlichen Körperbau nachempfunden.

Die errichteten Fundamente stellen die Beine dar. Danach kommen die kleinen Türme am Eingang und die großen. welche in einer genauen Ost-West-Achse zum höchsten Punkt, dem Kopf (der Sikhara) des Tempels, verlaufen. Dort befindet sich dann eine Verengung auf welcher ein scheibenförmiges Gebilde steht. Darauf steht eine Art Topf, die Kallasch. Dies ist ein Symbol für die Unsterblichkeit. Der Sikhara befindet sich direkt über der Hauptkammer des Tempels und symbolisiert den mythischen Wohnort des Gottes Shiva.

Da der leicht zu verarbeitende Sandstein in der Nähe von Khajuraho genügend vorhanden war, konnten die Bildhauer und Baumeister ihrer volle Kreativität freien Lauf lassen. Es gab keine Not an Material. So entstand hier in Khajurraho eine gottesverehrende  Verherrlichung allen Lebens und der Lebensfreude. Hier treffen die göttliche und der menschlichen Welt auf das harmonischte.
Weit über 2.000 Figuren und Skulpturen befinden sich an den Tempelwänden von Khajuraho. Darunter zahlreiche Götter des hinduistischen Pantheons, Halbgötter, Tänzerinnen, Engel und Fabeltiere. Der hinduistischen Auffassung von Schönheit und Lebensfreude bekam hier ihre Gestalt. Die Lebendigkeit der Figuren wurden durch ihre Körperhaltung in der Bewegung verstärkt. Die Steinfiguren erscheinen immer voller Leben, da sie stets in völliger Anmut dargestellt wurden.
Aus welchem Grund der Tempelbezirk von Khajuraho genau erbaut worden ist, wurde noch nicht endgültig geklärt. Auf jeden Fall ist hier ein gewaltiges Erbe des hinduistischen Glaubens. Das Leben wird hier nicht um seiner selbst wegen derart facettenreich und lebensfroh dargestellt sondern als eine Form der göttlichen Mächte.


Hier eine Diashow mit den schönsten Bilder der Tempel von Khajuraho während unserer Rundreise durch Indien.
Bitte Lautsprecher einschalten. Die Diashow ist mit einer wunderschönen passenden Musik untermalt.

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