Indien Rundreise
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Neu Delhi


Neu-Delhi

war als reines Verwaltungszentrum mit streng geometrischen Straßenführung geplant und liegt südlich von Central-Delhi. Im Zentrum liegt der Connaught Place und der kreisförmige Connaught Circus. Sternförmig führen von hier aus die großen Prachtstraßen in die Peripherie. Eine der schönsten ist der Janpath, welcher direkt zum Windsor-Place und weiter zum Nationalmuseum und zum Motilal Nehru Platz führt.
Hier im Zentrum von Neu-Delhi befinden sich in den kreisrund angelegten Arkaden, Filialen der großen bekannten Modemarken, der internationel agierenden Banken sowie Kinos, Souvenierläden und Büros von Reiseagenturen und Fluggesellschaften.

Im Dezember 1911 wurde unter King Georg V. der Grundstein für das neue Verwaltungszentrum der britischen Kolonialmacht gelegt. 1931 zog dann die Britische Verwaltung hierher und verlegte ihre Hauptstadt von Kalkutta nach Neu-Delhi.
Viele alte budhistischen, hinduistischen und Gebäude aus der Mogulzeit wurden von den Briten bei der neoklassischen Architektur Neu-Delhis integriert. Eigentlich ist ihnen das auch ganz gut gelungen. Man hat nicht den Eindruck, dass hier mit Gewalt etwas underdrückt werden sollte. Auch wenn der Unterschied zwischen dem Präsidentenpalast und dem Laxmi-Narayan-Tempel doch außergewöhnlich erscheint.


India, Gate, Neu-Delhi


Das India Gate oder All India War Memoral

über 40 Meter hoch ragt es in die Silhouette von Delhi. Dem Arc de Triomphe in Paris nachempfunden wurde das Indische Nationaldenkmal 1931 als Triumphbogen und Warzeichen von Delhi erbaut.
Es liegt im Zentrum von Neu-Delhi. Von hier aus geht es weiter entlang des Rajpath zum Nationalmuseum und weiter zum Präsidenten-Palkast.

An die 90.000 Namen von gefallenen Soldaten sollen hier eingraviert sein. Diese sind im ersten Weltkrieg, im Englisch-Afghanischen-Krieg und im Bangladesch-Krieg gefallen und haben an der Seite der Engländer ihr Leben gelassen.

Nach der Unabhängigkeit Indiens wurde es das Grab des unbekannten Soldaten oder, laut Amar Jawan Jyoti, die Flamme des unsterblichen Soldaten.
Im Zentrum befindet sich ein schwarzer Sarg mit einer brennenden Flamme die immerzu in Erinnerung an die gefallenen Landsleute brennt.

Die Flamme der unsterblichen Soldaten am India Gate
Zum Gedenken an die gefallenen Soldaten befinden sich ihre Namen am India Gate von Neu-Delhi
Neu-Delhi, India,Gate, Rekruten
Jeden Morgen treffen sich Offiziere und Rekruten zum Appel am India Gate in Neu-Delhi


Der morgendliche Appell am India Gate in Neu-Delhi.

Jeden Morgen findet diese traditionelle Zeremonie statt. Junge Soldaten aus allen Waffengattungen exerzieren nach einen strengen Ritual zu Ehren der gefallenen Soldaten unterhalb des India Gates. Alle Bevölkerungsschichten sowie weibliche und männliche Rekruten mit ihren Befehlshabern sind daran beteiligt.

Das Areal des India Gates ist sechseckig angelegt. Es wurde aus Granit und rotem Sandstein erbaut, hat einen Durchmesser von über 620 Metern und umfasst ca. 300.000 m² Grundfläche.
Hinter dem Triumphbogens des India Gates befindet sich noch ein wunderschön angedeuteter südindischer Baldachin "Die Canopy".

Ebenfalls am Janpath ganz in der Nähe findet man das Nationalmuseum.
Das Archtektur ist in prächtigstem britischen Koloniealstil gehalten. Hier findet man die größte und bedeuternste Kunstsammlung Indiens. Eröffnet wurde Nationalmuseum 1960 das mit über 200.000 Austellungsstücken. Das Gebäude hat drei Stockwerke in denen wertvolle Skulpturen aus hinduistischer und buddhistischer Kunst, Manuskripte und dekoratives Kunsthandwerk, sowie eine große Münzsammlung.


 Bangla Sahib Gurudwara Tempel in Delhi


Der Bangla Sahib Gurudwara Tempel

ist das größte Sikhs Heiligtum in Dehli. Der Tempel wurde an der Stelle errichten an dem der achte von zehn Sikhs-Gurus, Guru Har Krishnan, in Delhi seine Lehren verkündigte.
Um 1664 war der Tempel nur ein einfacher Bungalow. 1783 wurde er als Tempel wieder aufgebaut. Sein aktuelles Aussehen erhielt er in der letzten Bauphase 1947.
Besucher aus Europa sind hier gern gesehen Gäste. Bein Besuch des Tempels sind aber verschiedene Regeln der Sikhs einzuhalten. Sollte man unbedart den Tempel betreten wollen, so wird man, für Indien eigentlich ungewöhnlich, sehr freundlich und zuvorkommend über die Kleidungs- und Verhaltensmaßregeln informiert.
Im Inneren des Bangla Sahib Gurudwara-Tempels werden von früh morgens bis ca. 21.00 durchgehend die Verse aus dem heiliegen Buch der Sikhs, dem Adi Granth, und den Lehren der zehn Sikhs-Gurus rezitiert. Über Lautsprecher werden die Zeremoniern auf den Platz vor dem Tempel übertragen. Gläubige, die im Tempel selber keinen Platz mehr finden, lauschen hier andächtig den Predigten der Priesterschaft. Der Eintritt ist frei und das Fotografieren und Filmen ist nach Rücksprache mit der Tempelverwaltung oder bei Nachfrage bei den Tempelwächtern erlaubt.

Der Bangla Sahib Gurudwara Sikhs Tempel in Neu-Delhi
Musiker im Sikhs Tempel von Nei Delhi


Die Sikhs


Besucher anderer Religionen werden in den Tempeln der Sikhs nicht nur geduldet, ihr Besuch ist sogar erwünscht. Für die Sikhs sind alle Menschen Brüder und Schwestern und sie lehnen das indische Kastensystem ab.
1469 sagten sich die Sikhs (Jünger) durch den ersten Guru Nanak als Bruderschaft vom Kastensystem ab. Seit dem Guru Gobind Singh, dem zehnten und letzten Guru trägt jeder Sikh den Namen Singh (Löwe) mit in seinem Familiennamen. Da Guru Gobind Singh keinen Nachfolger für sich ernannt hat ist heute das heilige Buch Adi Granth die höchste Autorität.
Im Gegensatz zum Hinduismus glauben die Sikhs an nur einen Gott, die Gleichberechtigung von Mann und Frau, sowie das alle Menschen gleich sind. Ausdruck dessen sind die Familiennamen. Alle Frauen heißen Kaur (Prinzessin), alle Männer den Namen Singh (Löwe).

Der Sikhismus ist monotheistisch ausgerichtet.
Der eine Gott (Hari) lenkt die Geschicke der Menschen. Für die Sikhs steht die Suche nach Weisheit an erster Stelle, erst danach folgen religiöse Rituale und Gebote. Materialismus und Egoismus sollen überwunden werden. Wie im Hinduismus auch glauben die Sikhs an das Karma, das Nirwana und auch an die Seelenwanderung.
Heute sind die Sikhs durch ihre Bildung, ihre Lebensinhalte und die äußerst große Hilfsbereitschaft eine tragende Säule im Militär und in der Verwaltung Indiens. Mit 23 Millionen Gläubigen sind die Sikhs die fünftgrößte Religionsgemeinschaft auf der Erde.

Die Sikhs unterscheiden sich auch bewußt vom Rest der Bevölkerung. Die Männer tragen einen Turban und schneiden sich nicht die Haare, dies aus Respekt gegenüber Gott, da er allgegenwärtig ist. Der Turban ist die Identifikation eines Sikhs und ein Geschenk des letzten Gurus Gobind Singh.


Laxmi-Narayan-Tempel in Neu-Delhi


Der Laxmi-Narayan-Tempel


Im Jahr 1933 wurde mit dem Bau des Tempels begonnen. Von dem reichen Industriellen Baldeo Das Birla finanziert wurde der Laxmi-Narayan (auch Birla-Tempel genannt) 1938 von Mahatma Gandhi unter der Bedingung eingeweiht, dass er für alle Kasten inklusive der Unberührbaren (unterste Kaste) zugänglich sein muss. Der Tempel ist leicht zu erreichen. Er liegt direkt an der Mandir Marg westlich des Connaught Platzes.
Im Haupttempel sind Statuen von Vishnu in Gestalt von Narayan und Hindu-Göttin Lakshmi zu sehen. Andere kleine Schreine sind Shiva, Ganesha und Hanuman gwidmet. Ebenfalls ist ein buddhistischer Gebetsraum zu finden.
Das Innere ist mit wunderschönen und aufwendigen Schnitzereien und Szenen aus der Mythologie geschmückt. Hindu Symbole, Zitate aus der Gita und den Upanishaden schmücken die Mauern des Tempels.
Der Eintritt ist frei, das Fotografieren im Inneren ist jedoch strengstens verboten, da es sich bei diesem Tempel um eine Gebetshalle handelt.

 Laxmi-Narayan-Tempel in Neu-Delhi
Im Laxmi-Narayan-Tempel in Neu-Delhi gibt es freien Eintritt


Die Bedeutung des Laxmi-Narayan-Tempels

Der auch Birla Mandir genannte Tempel ist berühmt für das Fest der Janmashtami. Dies ist die Geburt der Gottheit Krishna. Dieses Fest wird hier mit viel Aufwand und großer Begeisterung gefeiert.
Der mitttlere Turm (Shikara) ist mit über 50 Metern der höchste. Die anderen erreichen eine Höhe von über 35 Metern. Typisch für die Mughal-Archtektur sind die Außenmauern aus weißem Marmor und rotem Sandstein.
Alle Statuen im Tempel sind aus Marmor und von Jaipur hierher gebracht worden. Im Inneren gibt es noch einen Miniatur-Felsentempel mit aufwendig gestalteten Landschaften, Bergen und Wasserfällen. Der Tempel ist im Orissan Stil erbaut und zeigt verfügt eine große Anzahl verschiedene Götter aus dem indischen Pantheons. Besonders sehenswert ist auch der überaus aufwendig gestaltete Garten.



Der Rasthrapati Bhawan

Als man am Anfang des 20. Jahrhunderts New Dehli südlich von Old Delhi plante war der Rasthrapati Bhawan sitz des englischen Vizekönigs in Delhi.
Besonders imposant ist die monumentale Kuppel, die an das Pantheon in Rom erinnert. An der Rückseite des Rasthrapati Bhawan befindet sich noch ein sehenswerter Mogulgarten.

Der Sansad Bhawan

ist das Parlamentsgebäude Indiens. Es ist kreisrund und besitzt im Zentrum eine 27 Meter hohe Kuppel.
Hier tagt das indische Unterhaus (Lok Sabha) "House of People" und auch das Oberhaus (Rajya Sabha) "Council of States" hat in diesem Gebäude sein Zuhause.
Vor der Unabhängigkeit Indiens hielten hier die Maharadschas ihre Beratungen ab.
Ebenfalls befindet sich im Sansad Bhawan die indische Zentralbibliothek.
Näheres über die Regierung und das Parlament von Indien
hier.

Neu-Delhi, Regerungs und Justizgebäude
Parlament in neu-Delhi


Indien ist die größte Demokratie der Erde.

Indiens Bevölkerungszahl liegt bei über einer Milliarde Menschen. Das heißt, jeder sechster Mensch auf der Erde ist ein Inder. Hier eine demokratische Struktur aufzubauen und zu erhalten ist äußerst aufwendig.
Ganz nach dem englischen Vorbild gibt es in der parlamentarischen Demokratie ein Ober- und ein Unterhaus. Das Unterhaus hat maximal 552 Mitglieder, 530 aus den Bundesstaaten, 20 aus den Territorialgebieten und höchstens 2 aus der anglo-indischen Gemeinschaft.
Das Oberhaus hat 245 Mitglieder.
Alle 5 Jahre wird das Unterhaus gewählt und das Oberhaus alle 6 Jahre. Der Präsident wird wie in Deutschland von einer Versammlung von Wahlmännern und Wahlfrauen gewählt.
Die Grundlagen der Politik bestimmt der Premierminister mit seinem Kabinett.


Mausoleum Humayun in Delhi


Mausoleum von Humayun

Mit seiner alles überragenden Kuppel gehört das Mausoleum von Humayun zu den schönsten Bauwerken der Mogulepoche.
Humayun war der zweiter Herrscher seiner Dynastie und regierte von 1530 -1556.
Das Grabmal wurde von seiner Frau Hamida Banu Begum und Mutter von Akbar in Auftrag gegeben und 1564 vollenendet.1993 wurde es zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.

Die besondere Anmut des gesamten Komplexes enstammt dadurch, dass hier zum ersten Mal in der indischen Geschichte eine Gartengrabanlage geschaffen wurde und der Bau selber eine Leichtigkeit durch die Verbindung von Sandstein und Marmor erlangt.

Inspiriert von der persich-islamischen Archtektur hat das Mausoleum von Humayun eine Höhe von 47 Metern. Der Grundriss umfasst die gigantische Breite von über 90 Metern, also fast die Größe eines Fussballfeldes. Die Plattform des Gebäudes steht auf einer 7 Meter hohen künstlich geschaffenen Plattform.

Humayun Mausoleum in Delhi
Das Humayun Mausoleum in Delhi von oben betrachtet
Im Innern des Mausoleums Humayun


Im Inneren des Mausoleums von Humayun

Der Innenraum ist 8-eckig gestaltet und verfügt mit der obersten Fensterreihe über 3 Etagen. Ehrfurchtserregendes Licht dringt durch die offenen Mosaikfenster ins Innere auf das Scheingrab (Kenotaph) das hier zu Ehren von Humayun auf einem aus schwarzem und weißen Marmor errichteten Grundplatte aufgestellt wurde. Beerdigt wurde Humayun unterhalb des Gebäudes.

Der gesamte Komplex umfasst unter anderem die Grabstätten von Humayun, seiner Frau, Hamida Begum auch Dara Shikoh, der Sohn des späteren Kaisers Shah Jahan liegt hier begraben. Insgesamt umfasst die Anlage Gräber von über 150 Verwandten und Nachfahren des berühmten Herrschers.


Humayun Mausoleum mit den reich verzierten Kuppeln
Geschmückte und verzierte Fenster im Humayun Mausoleum in Delhi
Gartenanlage des Humayun Mausoleum in Delhi
Eingangstor zum Humayun Mausoleum in Delhi
Grabmal Isa Khan Niazi


Das Grabmal und Moschee von Isa Khan Niazi

Diese Grabanlage liegt in unmittelbarer Nähe des Mausoleums von Humayun. Es wurde um 1550 erbaut als vor seinem berühmten Nachbarn. Das besondere ist der Bau innerhalb eines kleinen achteckig angelegten Gartens. Isa Khan war ein Edelmann aus Afghanistan der Sur-Dynastie, welche gegen die Moghulherrschaft gekämpft hatten.
Am Rand des Gartens, gegenüber dem Grabmal befindet sich die Isa-Khan- Moschee.

Durch das frühere Baudatum ist das Mausoleum von Khan als bedeutenste Inspiration und Vorbild für das Mausoleum von Humayun und vor allem für die Planung und Archtektur des Taj Mahals noch heute anzusehen.


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